"Ein Soziales Europa braucht Nachhaltigkeit"

Sommerakademie 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der 4. Sommerakademie des europäischen Frauennetzwerks Katholischer Arbeitnehmerorganisationen Österreichs, Deutschlands, Südtirols und der Schweizwurde von den Teilnehmerinnen ein „Web-Teppich der Nachhaltigkeit“ gestaltet. 


"Die Spaltungen zwischen und in den Ländern der Europäischen Gemeinschaft schreiten voran und gefährden immer mehr den sozialen Zusammenhalt." Ausgehend von dieser Erfahrung diskutierten 36 Teilnehmerinnen aus sechs europäischen Ländern in Salzburg bei der 4. Sommerakademie des Frauennetzwerks der Katholischen Arbeitnehmerbewegungen Deutschlands, Österreichs, Südtirols und der Schweiz unterschiedliche Ansätze alternativen Wirtschaftens. Investiert werde in den "Wirtschaftsraum" Europa, der "Sozialraum" Europa werde als nachrangig betrachtet.

Unter dem Titel „Gesellschaft im Ausverkauf!? Plädoyer für eine soziale nachhaltige Ökonomie in Europa" beschäftigten sich die Führungskräfte der christlichen Arbeitnehmerorganisationen mit alternativen Modellen einer ökologischen Ökonomie, die Prof. Dr. Erich Kitzmüller von der Universität Klagenfurt präsentierte. In Workshops und Arbeitsgruppen standen Fragen nach den politischen Aktionsmöglichkeiten, Konsequenzen der Globalisierung und der GlobalMarshallPlan im Mittelpunkt der Diskussionen. Ziel war es die Netzwerke christlicher Sozialbewegungen weiter zu entwickeln und sie als Akteure in den Zivilgesellschaften zu stärken. Mit Erfahrungsparcours, einer globalisierungskritischen Stadtführung durch Salzburg und kreativen Methoden politischer Bildungsarbeit wurden die Ergebnisse der Diskussionen in praktisches Handeln umgesetzt.

In einer Abschlussresolution richteten die Frauen der Sommerakademie einen eindringlichen Appell an die europäischen PolitikerInnen: „Europa braucht eine Politik, die den Menschen und dem Gemeinwesen verpflichtet ist. Ziel muss ein nachhaltiges Europa sein, das der sozialen Sicherung der Menschen dient und die Schöpfung bewahrt." Im einzelnen reichten die Forderungen von der Besteuerung aller Finanztransaktionen über die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und die Einführung eines Mindestlohns bis zum „garantierten, bedingungslosen Grundeinkommen." Als Beitrag zur Realisierung Ihrer Forderungen verpflichteten sich die Teilnehmerinnen der Sommerakademie „in ihrem lokalen Umfeld ein ökosoziales, nachhaltiges Verhalten umzusetzen" und sich für eine soziale und nachhaltige Ökonomie einzusetzen, indem sie die Forderungen „in die eigenen Verbände, in Gesellschaft, Kirche und Politik tragen". Die Abschussresolution zum herunterladen als PDF-Datei finden sie hier.