
Unter dem Titel „Soziale Ungleichheit in Europa: Prekäre Arbeit und Working Poor" diskutierten Verantwortliche von Arbeitnehmerorganisationen aus Deutschland, Österreich, Belgien, Italien, Tschechien, Ungarn, Polen und der Schweiz ihre jeweiligen nationalen bzw. länderspezifischen Bedingungen unter dem Blickpunkt der „Prekarisierung von Arbeit" und der „Working poor". Sie gingen den derzeitigen Entwicklungen insbesondere zu Fragen der sozialen Ungleichheit am Beispiel verschiedener Länder in West und Osteuropa nach.
Festgestellt wurde in dem von der Europäischen Kommission geförderten Seminar, dass die Ursachen für die sich verschlechternde soziale Situation der europäischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sehr vielfältig und komplex sind. Wesentliche Treiber für diesen Negativtrend sind die anhaltend schlechte Arbeitsmarktlage, die sich durch die derzeitige Wirtschaftskrise in weiten Teilen Europas noch verstärkt durch zuwenig gute und gutbezahlte Arbeit. Weitere Ursachen sind die verfestigte Massenarbeitslosigkeit und die rasante Ausbreitung von Niedriglohnsektoren in vielen europäischen Ländern sowie die Zunahme von atypischer Arbeit, d.h. befristete Arbeit, geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit, Leiharbeit und Zeitarbeit.



