Noch ist nicht spruchreif, welche Vorschläge die EU-Kommission nach Auslaufen der Lissabon-Strategie im Jahre 2010 den Regierungen der 27 EU-Staaten zur Weiterentwicklung Europas unterbreiten wird. „Wir sehen nur eine sinnvolle Fortentwicklung, in dem Europa endlich eine soziale Dimension entfaltet“, so der Tenor der KAB Delegation. In weiteren Gesprächen mit Jean-Claude Le Douaron vom Europäischen Gewerkschaftsbund und mit Thomas Pickartz von der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union wurden somit Möglichkeiten für einen europäischen Sozialpakt ausgelotet.

Weitere Gespräche mit Koenraad Copens, dem neuen Präsidenten der Kristelijke Wernemersbeweging in Belgien und Ward Ceyssens, Koordinator der Europäischen Bewegung Christlicher Arberitnehmerorganisationen dienten der Information über derzeitige Aktivitäten und der weiteren Vertiefung der langjährigen Zusammenarbeit.
Durch das intensive Besuchs- und Konsultationspogramm wurde eins deutlich: Um das soziale Europa im Sinne seiner Bürgerinnen und Bürger und seiner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach vorne zu bringen, braucht es ein starkes Parlament mit ausgewiesenen Sozialpolitikern, einer verstärkten gewerkschaftlichen Zusammenarbeit und einer weiteren Vernetzung mit Nichtregierungsorganisationen auf der europäischen Ebene. Das europapolitische Engagement der KAB wird auch und gerade nach den Europawahlen mit vereinten Kräften fortgesetzt.